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Ankogelgruppe - Wanderkarte

aus 978-3-7034-2122-8 auf Seite 11 Abb. 3
Diercke Karte Ankogelgruppe - Wanderkarte

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Ankogelgruppe - Wanderkarte

Die Wanderkarte im Maßstab 1 : 50 000 ist eine der zahlreichen aus der Privatkartographie stammenden touristischen Kartenwerke. Wanderkarten geben einerseits das dargestellte Gelände sehr plastisch wieder, andererseits werden die Wanderwege in sehr betonter Weise dargestellt. Sie enthalten daneben noch weitere, für den Wanderer sehr wichtige Informationen wie Wegebezeichnungen, Biwakeinrichtungen oder die Lage von Schutzhütten. Zu den wesentlichsten Elementen von Wanderkarten zählt eine genaue Reliefdarstellung, die dem Wanderer die Orientierung im Gelände erleichtert. In der vorliegenden Karte erfolgte die Reliefdarstellung durch Höhenschichtlinien mit unterstützender Schummerung, wobei vor allem auf die Eintragung von Feldabbrüchen großer Wert gelegt wird. Wichtig sind auch die zahlreichen eingetragenen Höhenzahlen. Für die Orientierung im Gelände spielt zudem die genaue Lokalisierung des Gewässernetzes eine wichtige Rolle; in der Karte über das obere Maltatal sind alle Bäche und Karseen eingetragen. Daneben gibt es Hinweise auf die Bodenbedeckung, die sich im vorliegenden Fall aufgrund der Höhenlage auf alpine Matten beschränkt. Die Eintragung der Gletscher und ihrer Ausdehnung gehört zu den weiteren Elementen der Wanderkarte.
Die Wanderwege sind das zentrale Darstellungselement einer Wanderkarte. Der Legende ist zu entnehmen, dass im vorliegenden Fall unterschiedliche Arten von Weganlagen eingetragen sind. Der wichtigste Weg ist der Zentralalpenwanderweg, der in diesem Abschnitt als „Tauernhöhenweg“ mit der Nummer 502 ausgewiesen ist. Dieser führt vom Weinschnabl kommend, die Arlscharte, den Übergang ins Tal der Großen Arl rechts liegend lassend ins Großelendtal und erreicht die Osnabrücker Hütte. Von hier aus geht der Weg über zwei Steilstufen und den Pleßnitzkees zur Großelendscharte (2674 m), von wo aus über den Goslaer Weg das Hannoverer Haus (vgl. Karte 11.4) erreicht wird. Der am meisten begangene Weg dieses Raumes ist der Promenadenweg entlang des Kölnbreinspeichers von der Sperre bis zur Einmündung des Kleinelendtales.
Das obere Maltatal war bis zur Genehmigung des Kraftwerksbaues im Jahre 1965 ein unberührtes Naturschutzgebiet mit einigen tausend Besuchern jährlich. Seit damals hat sich ein grundlegender Wandel vollzogen, da nach Abschluss der Bauarbeiten die Werksstraße für den Touristenverkehr freigegeben wurde. Auf dem Boden der einstigen Sameralm wurde die 200 m hohe Kölnbreinsperre errichtet, die den größten Speicher Kärntens einstaut. Die mächtige Gewölbemauer ist im Zentralgneis der Ankogel-Hochalmmasse des Tauernfensters verankert. Der rund 2,5 km2 große See hat bei Vollstau einen Inhalt von 220 Millionen m3, was dem Inhalt des Ossiacher Sees entspricht. Die Abarbeitung des Wassers erfolgt zunächst über den Vorspeicher Galgenbichl, von wo auch ein Druckstollen durch die Hochalmspitzgruppe in den Gößgraben und dann weiter durch die Reißeckgruppe ins Mölltal führt, von wo aus mit einer Fallhöhe von 1104 m die Turbinen des Krafthauses Rottau erreicht werden.
Das Werk wurde am 1. Juli 1978 in Betrieb genommen. Schon beim ersten Vollstau 1979 zeigten sich schwere Mängel in der Sperre, die nach 1990 einer Generalsanierung unterzogen werden musste – auf der Talseite durch ein 65 m hohes und 70 m breites Stützgewölbe aus 500 000 m3 Beton und 150 000 m3 Schüttgut. Die wasserseitig gelegenen Risse wurden mit Zement- und Kunstharzinjektionen gedichtet. Der luftseitig angeordnete Vorbau entlastet die Sperre um etwa 22 Prozent des bei Vollstau wirkenden Wasserdruckes. Mit dieser Sanierung stiegen die Baukosten für die Kraftwerksgruppe Malta um etwa 145 Mio. Euro. Am 4. Oktober 1993 wurde endlich wieder der Vollstau auf 1902 m Höhe erreicht – und alle bis dahin auf 2500 erweiterten Messstellen der Talsperre zeigten Stabilität an.

F. Forster

Stichworte: Kärnten Salzburg Stausee Wanderkarte Wanderweg

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